Die Hornhautverkrümmung, welche auch als Astigmatismus bezeichnet wird, kommt weltweit bei etwa 40 Prozent der Erwachsenen vor. Dabei ist die Hornhaut des Auges nicht gleichmäßig gewölbt. Vereinfacht lässt sich der Unterschied mit einem Ball vergleichen: Während eine regelmäßig geformte Hornhaut eher der Oberfläche eines Fußballs ähnelt, ist sie bei einem Astigmatismus stärker in eine Richtung gekrümmt – vergleichbar mit einem Rugbyball.
Dadurch wird das einfallende Licht nicht in einem einzigen Brennpunkt auf der Netzhaut gebündelt. Stattdessen entstehen unterschiedliche Brennlinien. Das Ergebnis ist ein unscharfes oder verzerrtes Bild – sowohl in der Nähe als auch in der Ferne. Eine Hornhautverkrümmung tritt häufig gemeinsam mit einer Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit auf. Die Stärke des Astigmatismus wird in Dioptrien (dpt) im Minusbereich angegeben.
Eine gering ausgeprägte Hornhautverkrümmung wird teilweise kaum wahrgenommen. Bei stärkerem Astigmatismus können sich dagegen verschiedene Sehbeschwerden bemerkbar machen:
Die Hornhaut eines normalsichtigen Auges besitzt eine weitgehend gleichmäßige Wölbung. Bei einer Hornhautverkrümmung ist ihre Krümmung in verschiedenen Richtungen unterschiedlich stark ausgeprägt. Das Licht wird deshalb nicht gleichmäßig gebrochen und kann auf der Netzhaut nicht zu einem scharfen Bild gebündelt werden.
In den meisten Fällen ist ein Astigmatismus angeboren. Auch eine genetische Veranlagung spielt eine Rolle. Die Hornhautverkrümmung kann bereits im Kindesalter vorhanden sein und bleibt bei vielen Menschen über längere Zeit relativ stabil.
Seltener kann eine Hornhautverkrümmung durch Veränderungen oder Erkrankungen der Hornhaut entstehen. Dazu gehört beispielsweise der Keratokonus, bei dem sich die Hornhaut zunehmend ausdünnt und kegelförmig vorwölbt. Auch Verletzungen, Narben oder bestimmte Operationen am Auge können die Form der Hornhaut verändern.
Häufig besteht eine Hornhautverkrümmung zusätzlich zu einer Kurz- oder Weitsichtigkeit. Ist beispielsweise der Augapfel zu lang und gleichzeitig die Hornhaut ungleichmäßig gekrümmt, können Kurzsichtigkeit und Astigmatismus gemeinsam auftreten. Entsprechendes gilt für die Kombination aus Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung.
Infografik – Vergleich von normalsichtigem Auge und Hornhautverkrümmung:


Die gute Nachricht: Eine Hornhautverkrümmung lässt sich heute sehr präzise korrigieren. Neben einer Brille oder speziellen torischen Kontaktlinsen stehen moderne Augenlaser- und Linsenverfahren zur Verfügung.
In der Augentagesklinik Havenblick können wir mithilfe hochmoderner Diagnostik die individuelle Form Ihrer Hornhaut exakt vermessen. Je nach Stärke und Art der Hornhautverkrümmung sowie einer eventuell zusätzlich bestehenden Kurz- oder Weitsichtigkeit kommen unterschiedliche Verfahren infrage. Unser Ziel: Ihnen scharfes Sehen mit möglichst wenig Abhängigkeit von Brille oder Kontaktlinsen zu ermöglichen.
Welches Verfahren zur Korrektur Ihrer Hornhautverkrümmung am besten geeignet ist, lässt sich nicht allein anhand des Dioptrienwertes bestimmen. Entscheidend sind unter anderem die Beschaffenheit und Dicke der Hornhaut, die individuelle Anatomie des Auges, zusätzliche Fehlsichtigkeiten und Ihr Alter.
Deshalb untersuchen wir Ihre Augen gründlich und beraten Sie persönlich zu den für Sie geeigneten Behandlungsmöglichkeiten. Buchen Sie jetzt Ihren kostenlosen Termin und finden Sie heraus, welcher Weg zu einem Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen für Sie infrage kommt.
Augenlasern (No-Touch-Methode)
Implantierbare Kontaktlinsen (ICL)